Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs
 Universitätsmedizin Leipzig

Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs

Herzlich willkommen auf der Internetseite des Zentrums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs am Universitätsklinikum Leipzig! Als eines von 15 Zentren bundesweit im Rahmen des Verbundprojektes der Deutschen Krebshilfe sehen wir unsere Aufgabe darin, Frauen und Männern, in deren Familien gehäuft Krebserkrankungen an der Brust oder am Eierstock auftreten, zu beraten.

Plus Symbol Treten Krebserkrankungen bei mehreren Familienmitgliedern auf, sind damit häufig Angst und Unsicherheit verbunden. Kann es auch mich betreffen? An wen kann ich mich zur Beratung wenden? Gibt es Möglichkeiten der Vorsorge? Oftmals können diese Fragen nicht beantwortet werden. Bei Brustkrebs kann das anders sein.

Mit geschätzten 65500 Neuerkrankungen im Jahre 2016 (www.rki.de) ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Neuerkrankungsrate für den Krebs der Eierstöcke ist deutliche geringer (geschätzt auf 7200 für das Jahr 2016); diese Erkrankung ist jedoch sehr heimtückisch, da sie oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird.

Meistens treten Krebserkrankungen völlig unerwartet auf und noch niemals war jemand in der Familie davon betroffen. Allerdings entstehen ca. 5-10% der Brustkrebserkrankungen auf Grundlage einer Vererbung. Bisher waren die Brustkrebsgene BRCA1 und 2 (abgeleitet aus dem Englischen von BReast CAncer) als Ursache bekannt. Frauen und Männer, die eine Veränderung (Mutation) an diesen Genen haben, besitzen ein höheres Risiko, an Brustkrebs bzw. Eierstockkrebs zu erkranken. Inzwischen sind mehrere andere Gene bekannt, bei deren Veränderung ein höheres Risiko für eine Erkrankung im Verlauf des Lebens besteht. Eine Häufung von Krebserkrankungen an Brust und Eierstöcken, insbesondere bei jungen Frauen, kann ein Hinweis für ein solches vererbbares Risiko sein.

In unserem Zentrum bieten wir Frauen und Männern, in deren Familien eine Häufung von Brust- und Eierstockkrebs besteht, eine professionelle und interdisziplinäre Beratung zu Fragen der Vererbung, der Analyse der Risikogene und Möglichkeiten der intensivierten Früherkennung an. Diese Beratung ist kostenfrei, ebenso wie die Analyse der Gene und die spezielle Früherkennung, wenn Sie als Ratsuchende oder Betroffene zu der Gruppe der Hochrisikopatientinnen gehören.

Ablauf der Beratung

Bei Interesse melden Sie sich bitte im Sekretariat des Institutes für Humangenetik. Unsere Kollegen beraten Sie bezüglich der notwendigen Unterlagen. Eine Dokumentation hinsichtlich des Familienstammbaumes geht Ihnen nachfolgend postalisch zu. Danach werden mit Ihnen die Termine für die Erstberatungsgespräche (humangenetische, psychologische und gynäkologische Beratung) vereinbart. Diese finden mittwochs und donnerstags statt. Für Ratsuchende mit weitem Anfahrtsweg versuchen wir, alle Beratungen an einem Tag anzubieten.
Nach den erfolgten Beratungsgesprächen haben Sie Bedenkzeit, sich für oder gegen eine Gendiagnostik zu entscheiden. Die molekulargenetische Diagnostik dauert dann ca. 4 bis 6 Wochen. Nach Vorliegen des Ergebnisses werden Sie nochmals eingeladen, um den Befund und das weitere empfohlene Vorgehen mit Ihnen besprochen.
Ich möchte Sie einladen, sich auf den folgenden Seite über dieses Projekt zu informieren und stehe Ihnen gern bei Fragen zur Verfügung.
Dr. Susanne Briest
Sprecherin des Zentrums in Leipzig

 
Letzte Änderung: 16.08.2016, 08:35 Uhr
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